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KI-Policy für GMS und PUBLISSO
German Medical Science (GMS) und PUBLISSO haben eine offizielle KI-Policy veröffentlicht. Diese gilt für alle Zeitschriften, die auf der ZB MED-Publikationsplattform PUBLISSO erscheinen. Die neue Richtlinie schafft klare Regeln und Transparenz für den Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im wissenschaftlichen Publikationsprozess. Davon profitieren Autor:innen, Herausgeber:innen und Gutachter:innen gleichermaßen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- KI in Manuskripten - erlaubt, aber offenlegungspflichtig: Generative KI darf bei der Erstellung von Manuskripten unterstützend eingesetzt werden, beispielsweise zur Ideenfindung, Recherche oder sprachlichen Verbesserung. Die Verantwortung für die inhaltliche und formale Richtigkeit bleibt vollständig bei den Autor:innen.
- Transparenz zählt: Die Nutzung generativer KI im Forschungs- oder Schreibprozess muss grundsätzlich offengelegt werden. Je nach Art und Umfang erfolgt dies im Methodenteil oder in einer Anmerkung am Ende des Manuskripts; anzugeben sind unter anderem Software, Version, Nutzungsdatum und Art der Verwendung.
- Datenschutz und Urheberrecht berücksichtigen: Vertrauliche, personenbezogene oder urheberrechtlich geschützte Daten dürfen nicht in öffentlich zugängliche KI-Systeme eingegeben werden. Vor der Nutzung sind zudem die jeweiligen Datenschutz- und Nutzungsbedingungen zu prüfen.
- Keine KI als Autor:in oder Quelle: Generative KI erfüllt nicht die Voraussetzungen für eine Autor:innenschaft und darf nicht als Autor:in genannt werden. Auch KI-generierte Inhalte selbst dürfen nicht als wissenschaftliche Quelle referenziert werden.
- Peer-Review-Prozess bleibt menschlich: Im Begutachtungsverfahren ist der Einsatz generativer KI grundsätzlich unzulässig. Manuskripte, Gutachten oder Teile davon dürfen nicht in KI-Systeme eingegeben werden; Reviews und die Überarbeitung eines Manuskripts sollen einzig auf menschlicher Expertise beruhen.
Hilfsmittel zur reinen Rechtschreib-, Grammatik- oder Formatierungskorrektur können ohne Angabe genutzt werden, solange diese den Inhalt nicht verändern. Ein Verstoß gegen die neuen Richtlinien kann zur Ablehnung des Manuskripts führen. GMS und PUBLISSO selbst setzen aktuell keine generative KI bei der Bearbeitung, Begutachtung oder Veröffentlichung von Manuskripten ein.
Hintergründe
Die KI-Policy von GMS und PUBLISSO basiert auf internationalen Standards und Empfehlungen etablierter Organisationen wie dem Committee on Publication Ethics (COPE), dem International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE) sowie der Europäischen Kommission.